Vorratslexikon

Zwetschgen

zwetschgenDie Echte Zwetschge (Prunus domestica subsp. domestica), eine Unterart der Pflaume, ist nicht nur absolut lecker, sondern auch noch äußerst gesund. Sie enthält viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente (Kupfer, Zink, Kalium), die das Immunsystem stärken und sich beruhigend auf das Nervenkostüm auswirken. Aufgrund ihres hohen Sorbitgehalts wirkt sich der Verzehr von Zwetschgen auch positiv auf die Verdauung aus.

Herkunft und Aussehen

Der Name ´Zwetschge´ taucht zum ersten Mal im Laufe des 15. Jahrhunderts in Süddeutschland auf. Aktuell wird sie sowohl in Europa, Nordamerika und Westasien, als auch in Nord- und Südafrika als Obstbaum angebaut. Ein Zwetschgenbaum kann eine Wuchshöhe von maximal 6 bis 10 Metern erreichen.

Die Steinfrucht ist länglich geformt – im Gegensatz zur Pflaume, die eher rundlich ist -, blau bis dunkelblau gefärbt, stark duftend und etwa 4 bis 8 Zentimeter lang. Das Fruchtfleisch der Zwetschge ist weißlich bis gelblich-grün, saftig, festfleischig und leicht vom Kern zu lösen. Reife Zwetschgen haben in der Regel einen angenehmen süß-säuerlichen Geschmack, sind aufgrund ihrer Hitzebeständigkeit besonders bei Bäckern sehr beliebt und bekommen dadurch häufig den Vorzug vor den verwandten Pflaumen.

Verwendung

Zwetschgen lassen sich zu Mus oder Kompott verarbeiten und sind ideal als Kuchenbelag, im Rumtopf, oder einfach als Trockenobst. Sie werden meistens mit Schale verwendet, können auch kurz blanchiert und dann geschält werden.

Einkauf, Qualität und Saison

Wer auf Zwetschgen aus heimischem Anbau schwört, der sollte von Juli bis ca. Oktober im Handel und auf dem Markt zuschlagen. In dieser Zeit ist vermehrt Ware aus deutschem Anbau zu bekommen.

Beim Kauf sind einige Dinge zu beachten, will man qualitativ hochwertige Früchte bekommen: So sollten die Früchte in jedem Fall noch eine frische Farbe besitzen, fein duften und etwas fester sein. Im besten Fall sind die Zwetschgen noch von einem natürlichen weißlichen Reif oder Duftfilm überzogen. Dies ist ein besonderes Indiz für Qualität, denn ist dieser Film bzw. Reif noch vorhanden, bedeutet dies, dass die Frucht wenig angefasst wurde und noch sehr frisch ist.

Bevorratung

Früchte die noch nicht ihre volle Reife besitzen, reifen bei Zimmertemperatur nach. Im Kühlschrank bleiben sie – je nach Reifegrad – einige Tage frisch, eingefroren mehrere Monate. Beim einfrieren sollte man den Kern entfernen, da die Frucht sonst bitter wird. Sie eigenen sich dann zum Kuchenbacken oder fürs Müsli in der kälteren und obstärmeren Jahreszeit. Mit Zimt passen sie perfekt zu Advents- und Weihnachtsspeisen.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

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