Vorratslexikon

Wacholder

wacholderWacholder (Juniperus) sind als Pflanzengruppe Verwandte der Cupressoideae und gehören zu den Zypressengewächsen (Cupressaceae). Es gibt über 50 Arten dieses Gewürzes und nur zwei davon (Gemeiner Wacholder, Sadebaum) findet man in der mitteleuropäischen Natur wieder. Wacholderbeeren haben einen würzig-bitteren Geschmack und riechen nach Harz.

Herkunft und Aussehen

Der Wacholderstrauch stammt aus den gemäßigten Breiten Asiens und Europa. Vor allem auf steinigen Böden oder in niedrigen Kiefernwäldern findet man den Wacholder wieder. Der immergrüne Strauch kann bis zu 12 m hoch werden und besitzt nadel- oder schuppenförmige Blätter. Die beerenartigen Zapfen des Strauches werden als Gewürz verwendet.

Verwendung

Früher galt Wacholder als bewährtes Heilmittel gegen Rheuma, Blasenerkältungen, Gicht und anderen Krankheiten. Heutzutage wird Wacholder vor allem als Küchengewürz zum Einlegen von Sauerkraut und Gurken verwendet. Wacholderbeeren eignen sich für Marinaden, Fischsud und zum Beizen. Kohlgerichte werden durch Wacholderbeeren bekömmlicher. Ein bekanntes Getränk ist der Wacholderschnaps.

Einkauf, Qualität und Saison

Erntemonate der Beeren sind der August und der September. Auf dem Markt sind sie getrocknet und in ganzen Beeren erhältlich. Damit sich das Aroma bestmöglichst entfalten kann, sollte man Wacholder erst kurz vor der Verwendung im Mörser oder in der Pfeffermühle mahlen. Sie können auch als ganze Beeren im Gericht verbleiben. Allerdings sind sie nicht essbar. In Feinkostläden oder Bioläden findet man Wacholderbeerensirup, der sich wesentlich einfacher handhaben lässt als die ganzen Beeren. Grüne oder stark eingeschrumpelte Beeren sind von minderwertiger Qualität.

Bevorratung

Lagert man Wacholder trocken, lichtgeschützt und luftdicht verpackt, ist er über Jahre hinweg haltbar.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

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