Rosmarin

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Rosmarin

Der Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist ein immergrüner Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler und eine beliebte Gewürzpflanze, die als aromatische Zutat unterschiedlichste Speisen verfeinert. Das Rosmarinkraut enthält neben ätherischen Ölen (2,5%), Bitterstoffen und Gerbstoffen (8%) unter anderem auch zahlreiche Mineralstoffe (Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium und Phosphor). Außerdem war Rosmarin Heilpflanze des Jahres 2000 und 2011 in Deutschland.

Herkunft und Aussehen

Rosmarin, dessen Name so viel wie ‚Rose der See‘ bedeutet, stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, wo er bis heute große Populationen vorzuweisen hat. Die Pflanze bevorzugt die sonnigen, trockenen, sandigen und kalkhaltigen Küstengebiete des Mittelmeeres und ist mittlerweile in ganz Europa und Amerika verbreitet. In vielen Gegenden Südeuropas wächst Rosmarin auch wild. Die bedeutendsten Anbaugebiete sind zurzeit die Länder des ehemaligen Jugoslawiens, Spanien, Marokko und Tunesien.

Der immergrüne Rosmarinstrauch kann bis zu 2 Meter hoch wachsen und bringt Triebe hervor, die nach einer gewissen Zeit verholzen. Die Triebe tragen tannennadelähnliche Blätter, die oberseitig eine glatte und unterseitig eine weißgrau-filzige Struktur aufweisen. Die Blüten des Strauches sind weiß bis blassblau und wachsen in Trauben. Bei uns kann der Rosmarinstrauch gut überwintern, wenn er mit Tannenzweigen abgedeckt wird.

Verwendung

Rosmarin ist ein klassisches mediterranes Kraut und gibt vielerlei Gerichten und Speisen ein unverwechselbares Aroma. Aufgrund seines kräftigen und würzigen Aromas sollte Rosmarin eher sparsam verwendet werden, da es andere Kräuter und Gewürze leicht überdeckt. Ähnlich wie Lorbeer wird Rosmarin – als ganzer Zweig oder mit einigen Nadeln – mitgekocht bzw. mitgegart und vor dem Verzehr wieder entnommen. Besonders gut passt Rosmarin als klassisches Grillgewürz (z.B. auch in Marinaden) zu allen Fleischgerichten und zu mediterranem Gemüse, aber auch bei der Zubereitung von einigen Fisch- und Wildgerichten findet Rosmarin Verwendung. Auch als aromatische Ergänzung zu Kartoffelgerichten ist Rosmarin sehr begehrt; am bekanntesten sind hier sicherlich die Rosmarinkartoffeln. Des Weiteren rundet Rosmarin auch allerlei Salate und Suppen geschmacklich ab und kommt sogar in einigen Teig- und Süßspeisen – in Form von Rosmarinhonig – zur Verwendung.

Rosmarin hat ein einzigartig kräftiges Aroma und schmeckt kampferartig. Da Rosmarin reich an ätherischen Ölen ist, wirkt es appetitanregend und krampflösend.

Einkauf, Qualität und Saison

Es bietet sich an, Rosmarin frisch einzukaufen, damit man ein möglichst aromatisches Würzkraut erhält. Rosmarin kann ganzjährig geerntet werden, idealerweise als ganzer Zweig.
Die Aussaat geschieht in der Regel zwischen April und Juni, sodass sich die Ernte von April bis Oktober erstreckt. Wer jedoch kurzfristig frischen Rosmarin benötigt, sollte sich eine größere Pflanze im Supermarkt kaufen, da die erste Ernte erst etwa zwei Jahre nach der Aussaat möglich ist.

Bevorratung

Für die kurzfristige Lagerung können frische Rosmarinzweige 2 – 3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Längerfristig können die Rosmarinzweige getrocknet werden. Dabei sollten die Zweige im Schatten und nicht über 35 °C getrocknet werden, sonst werden die ätherischen Öle zerstört. Nach dem Trocknen können die Nadeln abgestreift werden und luftdicht und dunkel aufbewahrt werden.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

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