Rettich

Vorratslexikon

Rettich

Die insgesamt drei Arten des Rettichs (Raphanus) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Kreuzblütengewächse. Unter den Gemüsen zählt der Rettich zu den Knollen- und Wurzelgemüsen. Da der Rettich für gewöhnlich eine natürliche intensive Schärfe (durch antibiotisch wirkende Senföle und Bitterstoffe) besitzt, ist er nicht „Jedermanns Sache“. Unbestritten ist allerdings sein hoher Gehalt an Vitamin C und anderen wichtigen Mineralien und weiteren Vitaminen, wie zum Beispiel Carotin, B-Vitamine sowie Kalium, Natrium, Magnesium, Eisen, Kalzium und zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffen, die die Schärfe ausmachen (Senföle usw.)

Herkunft und Aussehen

Die historischen Ursprünge des Rettichs liegen in Vorderasien. Er gehört zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt: schon die alten Ägypter nutzten ihn als Nahrungsmittel. Aus der antiken Welt brachten die Römer den Rettich als fertige Nutzpflanze schließlich bis nach Mitteleuropa. Bereits im 13. Jahrhundert war Rettich als Gemüse- und Heilpflanze auch in Deutschland bekannt. Heute liegen die Hauptanbaugebiete überwiegend in den ostasiatischen Ländern wie China, Korea und Japan.

Die runde bis ovale oder zylindrische Rübe kann eine Länge von etwa 10 bis 30 cm erreichen. Ihre Schalenfarbe variiert von braun über weiß, rosa, violett, rot bis hin zu schwarz. Es wird grundsätzlich zwischen europäischem und japanischem Rettich unterschieden, wobei das Fleisch der asiatischen Rübe eher rosa und das der europäischen weiß ist.

Verwendung

Rettich ist sowohl als Rohkost als auch in Aufläufen und Suppen äußerst beliebt. Ob als Beilage zum Brot oder in Salaten, in gedünsteter Form zu Fleischgerichten oder in der, besonders in Süddeutschland, sehr beliebten Rettichsuppe: Rettich ist sehr vielseitig. Um die natürliche Schärfe des Rettichs zu erhalten, sollte man ihn nur sehr kurz in Salz ziehen, da der Rettich durch das Salzen schnell an Schärfe und Wasser verliert.

Einkauf, Qualität und Saison

In Deutschland ist Rettich in etwa von April bis Januar im Handel erhältlich, wobei die Hauptsaison von Juli bis Oktober reicht. Beim Einkauf sollte darauf geachtet werden, dass die Blätter frisch und die Wurzel frisch ist. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, haben Sie gute Chancen, einen qualitativ hochwertigen Rettich zu erwerben. Die japanischen Rettichsorten werden bei uns zumeist im Spätsommer und Herbst angeboten.

Bevorratung

Frischer Rettich ist im Gemüsefach des Kühlschranks ohne Grün zwischen ein und zwei Wochen haltbar; im 0°C-Fach sogar bis zu 4 Wochen.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

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