Quinoa

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Quinoakörner sehen zwar aus wie Getreide, gehören jedoch rein botanisch zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Da die Körner ähnlich wie Reis oder Weizen zubereitet werden, gelten sie als Pseudogetreide, das jedoch deutlich mehr Eiweiß als herkömmliche Getreidesorten bietet. Außerdem stecken die Körner voller Mineralstoffe und auch ihr Einsengehalt von gut 8g pro 100g ist nahezu unschlagbar. Last, but not least: Quinoa ist von Natur aus glutenfrei. So bieten sich die Powerkörner als verträgliche Beilage für Menschen an, die an einer Zöliakie, also Glutenintoleranz, leiden.

Herkunft und Aussehen

Seit rund 6000 Jahren gilt Quinoa in der Andenregion Südamerikas als nährstoff- und energiereiches Grundnahrungsmittel. Da jedoch die spanischen Eroberer den„Inkaweizen“ als billiges Arme-Leute-Essen einstuften, war Quinoa in Europa bis vor wenigen Jahrzehnten praktisch unbekannt. Erst in den späten Neunzigern erhielt Quinoa Einzug auf unsere Speisepläne. Vor allem Reformhäuser und Vertreter der alternativen Küche propagierten zuerst die reichhaltigen Körner. 2013 wurde die Pflanze sogar zur „Pflanze des Jahres“ gekürt und zählt bis heute zur Gruppe der Superfoods.

Verwendung

Quinoa wird in der Küche vielseitig eingesetzt und kann sowohl im gekochten wie auch rohen Zustand verzehrt werden. Vor der Zubereitung sollten die kleinen Körner sorgfältig mit kalten Wasser gewaschen werden. Für ein Frischkornmüsli werden sie geschrotet und anschließend eingeweicht. Die Körner lassen sich aber auch gut rösten und eignen sich als gesundes Topping für Salate oder Puddings. Am häufigsten wird Quinoa jedoch als Alternative zu Reis verwendet und fast genauso zubereitet. Dazu werden die Körner mit der doppelten Menge an Wasser kurz aufgekocht und für 10 Minuten auf niedriger Stufe weiter gegart. Anschließend wird der Topf vom Herd genommen um die gesunde Zutat noch einmal 10 Minuten nachquellen zu lassen.

Einkauf und Qualität

Bis vor einigen Jahren musste man noch rumfragen, wo man Quinoa kaufen kann. Damals führten lediglich Reformhäuser das gesunde Pseudogetreide im Sortiment. Inzwischen gibt es kaum mehr einen Supermarkt oder eine Drogerie, die auf Quinoa in den eigenen Regalen verzichtet. Um bei dem breiten Angebot die richtige Wahl zu treffen, sollte unbedingt auf die Kennzeichnungen der Verpackung geachtet werden. Hierbei empfiehlt sich Quinoa aus ökologischem und kontrolliertem Anbau.

Bevorratung

Wer mit Quinoa seinen Speiseplan bereichern möchte, sollte auf die richtige Lagerung achten. Genau wie unser hiesiges Getreide hält auch Quinoa länger, wenn es an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort verwahrt wird. Außerdem sollte es zügig verbraucht werden, da es leicht ranzig werden kann. Auch Mehl aus Quinoa darf nicht lange lagern, da es aufgrund der ungesättigten Fettsäuren schnell oxidiert. Auch zum schütz vor Lebensmittelschädlingen empfiehlt sich die Aufbewahrung in fest verschlossenen Gläsern an einem dunklen Ort.

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