Vorratslexikon

Physalis

physalis_01Die Kapstachelbeere, kurz Physalis (nach dem lateinischen Gattungsnamen Physalis peruviana), ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Blasenkirschen und ist der Familie der Nachtschattengewächse zugeordnet. Die Früchte sind sehr gesund, da sie einen hohen Anteil an Vitamin C, Provitamin A, diversen B-Vitaminen, Eisen und anderen wichtigen Inhaltsstoffen besitzen. Nicht verwechselt werden darf die Kapstachelbeere mit ihrem in Aussehen und Pflanzenaufbau überwiegend gleich strukturierten Verwandten, der Physalis alkekengi. Diese sogenannte „Zier-Physalis“ ist nämlich nicht essbar.

Herkunft und Aussehen

Die Heimat der Physalis-Frucht ist Südamerika, speziell Venezuela, Kolumbien, Peru, Ecuador und Bolivien. Aus diesem Grund wird die Physalis auch häufig als „Andenbeere“ bezeichnet. Portugiesische Seefahrer brachten die Beere schließlich nach Südafrika, wo sie schnell gedieh und großflächig angebaut wurde. Hier erhielt sie auch den Namen Kapstachelbeere. Heutzutage wird die Physalis außerdem in vielen asiatischen Ländern sowie Australien, Neuseeland, Kenia der USA, der indonesischen Insel Java und einigen Gebieten Südfrankreichs angebaut.

Die mehrjährige, krautige Physalis-Pflanze wird ca. 1 bis 2 Meter groß. Ihre kugeligen Früchte sind etwa kirschgroß mit grüngelblicher bis goldener Färbung. Sie sind umschlossen von grünen Blütenkelchen, die sich im Verlauf des Reifeprozesses verfärben und schließlich vertrocknen. Die Beerenfrucht hat ein weiches Fruchtfleisch mit essbaren Samen und schmeckt erfrischend süß-säuerlich.

Verwendung

Die, zumindest bei uns, sehr teure Beere kann sofort als Frischobst (pur oder z. B. in einem Obstsalat) verzehrt werden. Dafür muss die Frucht lediglich aus der Hülle gelöst und kurz abgespült werden. Aber auch in den verschiedensten Weiterverarbeitungen ist die exotische Frucht äußerst beliebt. Ob als Eis, Saft, Kompott oder Konfitüre: die süß-säuerliche Physalis ist vielseitig einsetzbar. Auch zu Cocktails, auf Torten oder gar als Praline mit Zartbitterschokolade ist die Beere eine schmackhafte Alternative zu den gängigen Zutaten. Des Weiteren wird die Physalis auch gerne als dekorative Beilage für die unterschiedlichsten Gerichte und Speisen verwendet.

Einkauf, Qualität und Saison

Da die Physalis in ihren Anbauländern (fast) das ganze Jahr über heranreift, ist sie auch bei uns in Deutschland ganzjährig in den Angeboten der Märkte enthalten. Hauptsaison für die Kapstachelbeeren ist allerdings der Zeitraum von Dezember bis Juli. Auf dem Markt und in Lebensmittelgeschäften findet man die kleinen Früchte zumeist in kleinen Schälchen verpackt und nach Gewicht verkauft.

Den besten Geschmack besitzen die vollausgereiften Früchte, die an ihrer orangenen Schale zu erkennen sind. Zu früh geerntete, unreife Früchte sind gelblich-grün und schmecken eher säuerlich. Da die Hüllen in der Regel geschlossen sind, erkennt man erst nach dem Kauf, ob man reife oder unreife Früchte „erwischt“ hat. Somit wird der Physalis-Kauf oftmals zur Lotterie.

Ein kleiner Ernte-Anteil wird bereits in den Anbauländern eingemacht und wird als Konserve auf dem europäischen Markt feilgeboten.

Bevorratung

Physalis können im Kühlschrank im obersten Fach oder in der Tür aufbewahrt werden. Zu starke Kälte vertragen die Früchte nicht. Optimal sind 10 – 15 °C. So sind Physalis etwa ein bis zwei Wochen genießbar. Bei feuchter Umgebung fangen die Früchte relativ schnell an zu schimmeln; dann sollten die entsprechenden Früchte schnellstens von den anderen Beeren entfernt werden, um ein Übergreifen zu verhindern. Ebenso gut wie die Trockenlagerung vertragen Physalis das Einfrieren im Tiefkühlfach. Bei dieser Methode sollte allerdings vorher die Hülle entfernt werden. Zur Dekoration sind sie allerdings dann nicht mehr zu gebrauchen, dafür aber noch gut für Obstsalat zum Beispiel.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

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