Pflaume

Vorratslexikon

Pflaume

Die Pflaume (lat. Prunus domestica) ist ein Steinobst und gehört zu der Familie der Rosengewächse. Zwar zählen Pflaumen nicht zu den größten Vitaminbringern, trotzdem enthalten die Früchte neben wichtigen Mineralien und Spurenelementen (z.B. Calcium, Eisen, Kalium, Zink und Phosphor) auch einige bedeutsame Vitamine (Provitamin A, die Vitamine B1, B2, C und E) und besonders sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Karotinoide, die vor schädlichen Oxidationen schützen. Pflaumen sind vor allem in getrocknetem Zustand für ihre darmanregende Wirkung bekannt.

Herkunft und Aussehen

Pflaumen sollen bereits vor über 5000 Jahren in dem Gebiet zwischen dem Altai-Gebirge und dem Kaukasus gegessen worden sein und gelangten über Syrien in das heutige Europa. Der Überlieferung nach wurde die Pflaume von Kreuzfahrern von Damaskus in das südliche Europa gebracht und erreichte in der Zeit des Römischen Reichs auch Deutschland. Hier sind Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit insgesamt knapp 71% die größten Anbaugebiete für Pflaumen. Mittlerweile sind über 2000 verschiedene Pflaumensorten bekannt. Tendenz steigend.

Pflaumen sind in ihrem Aussehen sehr facettenreich: So reicht die Farbpalette über schwarz, blau, violett und rot bis hin zu gelb-grünen Früchten. Auch in Form, Struktur und Größe gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede. Die kugeligen und glatten Steinfrüchte besitzen eine auffällige Bauchnaht und können bis zu 8 Zentimeter lang werden. Das Fruchtfleisch schmeckt süßlich bis herb, ist sehr saftig und grüngelb bis leicht rötlich gefärbt.

Verwendung

Pflaumen können in der heimischen Küche in vielfältiger Weise eingesetzt werden. Direkt vom Baum gepflückt, als Durstlöscher oder eingekocht und zu Mus oder Kompott verarbeitet. Den Tag morgens mit einer Pflaumenkonfitüre starten lassen und abends zum Kassler Backpflaumen servieren. Es findet sich für jede Tageszeit ein Gericht mit den leckeren Steinfrüchten. Frischer Pflaumenkuchen war schon zu Großmutters Zeiten ein absoluter Renner und kann auch als Dessert, etwa als leckere Fruchtsauce oder als Kaltschale, überzeugen. Da die Pflaume auch als Abführmittel bekannt ist und eingesetzt wird, sollte nach dem Verzehr von frischen Früchten auf die Zufuhr von Flüssigkeit nach Möglichkeit verzichtet werden, da ansonsten die Verdauung in hohem Maße angeregt wird.

Einkauf, Qualität und Saison

Die schmackhaften und gesunden Früchte sind fast das gesamte Jahr über im deutschen Handel erhältlich. Während von Juli bis Oktober vermehrt einheimische Pflaumen für den Verkauf angeboten werden, handelt es sich in den verbleibenden Monaten vorzugsweise um Pflaumen aus südlichen Gebieten wie Afrika, Italien, Frankreich, Rumänien oder Kroatien. Ein schneller Qualitätscheck lässt sich an der Frische der Farbe sowie der Festigkeit und dem Duft der Früchte durchführen. Falls die Pflaumen noch von einem feinen weißlichen Reif umgeben sind, ist dies ein Indiz für Frische und gute Qualität. Falls die Früchte zu hart sind, sind sie aller Voraussicht nach noch nicht reif.

Bevorratung

Eine langfristige Bevorratung von Pflaumen ist durch Dörren oder Trocknen bei etwa 40°C bis 50°C möglich. Frische, noch nicht gewaschene Pflaumen können bis zu vier Tage problemlos im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

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