Muskatnuss

muskatAls Muskatnuss wird der Samen der Frucht des Muskatnussbaumes (Myristica fragrans) bezeichnet, welcher botanisch zur Familie der Muskatnussgewächse (Myristicaceae) gehört. Charakteristisch für die Muskatnuss ist ihr hoher Anteil an ätherischen Ölen, teilweise bis zu 15%.

Herkunft und Aussehen

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Muskatnussbaums ist der indonesische Raum, genauer gesagt auf den sogenannten indonesischen Gewürzinseln. Schon in der Antike waren die Samen des Baumes als Gewürz äußerst beliebt und gelangten über Madagaskar und Mauritius durch französische Kolonialisten nach Europa. Heute findet eine Kultivierung vor allem in Indonesien, Grenada, Papua-Neuguinea, Malaysia, Mauritius, Brasilien und Sri Lanka statt. Hauptabnehmer von Muskatnuss sind die Länder der EU, die USA sowie Japan und Indien.

Der immergrüne Muskatnussbaum erreicht Wuchshöhen von bis zu 18 Metern. An ihm wachsen die, bei Reife gelb- bis orangenfarbigen, Früchte heran, die bis zu zehn Zentimeter lang und fünf Zentimeter dick werden können. In ihnen befinden sich die etwa zwei mal zwei Zentimeter großen, eiförmigen Samen heran, die im allgemeinen als Muskatnuss bezeichnet werden.

Verwendung

Verwendung findet die Muskatnuss vor allen Dingen als geriebenes oder gemahlenes, verfeinerndes Gewürz zu vielerlei Speisen und gibt ihnen dank ihres aromatischen und pikant-süßen Geschmacks und unverwechselbare Note. So würzt die Muskatnuss neben Suppen, Saucen (vor allem weiße) und Eintöpfen auch Kartoffel- und Gemüsegerichte, Fleischspeisen wie Braten, Ragouts oder Frikadellen, Pasteten, Gebäck und sogar Getränke wie Punsch oder Liköre (Muskatöl). Muskatnuss kann in großen Mengen verzehrt (5 – 10 g) toxisch wirken und sogar zum Tode führen. Beim Kochen werden in der Regel nur geringe Mengen bis zu 1 g verwendet.

Einkauf, Qualität und Saison

Im Handel sind ganzjährig sowohl gemahlene und geschrotete, als auch ganze Muskatnüsse erhältlich. Es wird allerdings empfohlen, ganze Nüsse zu kaufen, da bereits gemahlene Nüsse schnell an Aroma und Würzkraft verlieren. Aufgrund der starken Würzkraft sollte frische Muskatnuss nur sehr sparsam verwendet und möglichst erst nach dem Garen hinzugegeben werden, um die ätherischen Öle nicht zu mindern. Der von März bis Juli blühende und erst nach acht Jahren Früchte tragende Baum gedeiht am besten bei Temperaturen von 20 bis 30 Grad und erreicht mit etwa 15 Jahren seinen Ertragshöchstwert.

Bevorratung

Bei einer trockenen und luftdichten Lagerung bleiben ganze Muskatnüsse über Jahre haltbar und aromatisch.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

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