Kerbel

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Kerbel

Der Echte Kerbel (Anthriscus cerefolium) ist eine einjährige krautige Pflanze die zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) zuzuordnen ist. Die Blätter des Kerbels sind reich an ätherischen Ölen und enthalten einen hohen Anteil an Vitamin A und C.

Herkunft und Aussehen

Die hauptsächlichen Verbreitungsgebiete des Kerbels liegen im nordöstlichen Mittelmeergebiet sowie in der Kaukasusregion und Teilen Afrikas. Inzwischen ist Kerbel nahezu in ganz Europa zu finden.

Der Kerbel erinnert vom Aussehen an die Petersilie, hat aber deutlich zartere Blätter als seine Verwandtschaft. Kerbel erreicht Wuchshöhen von bis zu 80 cm und hat in der Blütezeit weiße Blüten. Die grünen Blätter sind mehrfach gefiedert und die sich aus den Blüten entwickelnden Früchte besitzen eine längliche Form bei einer Größe von 4 bis 10 Millimeter. Der Stängel des Krauts ist innen hohl.

Verwendung

Das leicht süßlich schmeckende Küchenkraut Kerbel wird vorwiegend zum Würzen von Fleisch-, Geflügel- und Fischgerichten sowie Salaten, Suppen und Saucen verwendet. Frischer Kerbel wird auch gerne zum Verfeinern von Majonäsen oder Quarkspeisen benutzt und findet sich sogar teilweise in Sorbets wieder. Da Kerbel bei Erhitzung sehr schnell an seinem charakteristischen anisartigen Aroma verliert und sich gelblich verfärbt, sollte er erst kurz vor dem Servieren der jeweiligen Speise zugeführt werden. Des Weiteren eignet sich Kerbel auch sehr gut als dekoratives Element zu zahlreichen Gerichten.

Einkauf, Qualität, Saison

Eine Aussaat des Kerbels sollte an schattigen und mäßig feuchten Plätzen erfolgen und ist möglich, sobald mit keinem Frost mehr zu rechnen ist. Die Ernte erfolgt dann während der Blüte bzw. kurz nach der Blüte und erstreckt sich auf den Zeitraum von Mai bis hinein in den November. In dieser Zeit ist Kerbel auf Wochenmärkten und in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Blätter ein kräftiges, frisches Grün aufweisen.

Bevorratung

Kerbel sollte ausschließlich frisch verwendet werden, da die Blätter schnell welken und bei einer Trocknung in kürzester Zeit an Aroma und somit an Würze verlieren.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

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