Vorratslexikon

Hühnerfleisch

huehnerfleischHühnerfleisch ist weltweit eines der meistkonsumiertesten Lebensmittel. Das liegt sicher auch daran, dass Hühner nur einen geringen Pflegeaufwand benötigen. Sie sind leicht aufzuziehen und geben handliche Portionen ab. So war Hühnerfleisch bis weit in die Neuzeit hinein der erschwinglichste Fleischlieferant. Heutzutage muss man sich die Hühner nicht mehr selber halten, man kann sie im Ganzen oder in Teilen, frisch oder tiefgefroren kaufen. Hühnerrassen aus Frankreich sind besonders beliebt, da sie eine hohe Fleischqualität besitzen.

Sorten

Ganze Tiere werden offiziell als Hähnchen bezeichnet. Zusätzlich werden sie aber auch noch nach Alter und Gewicht unterteilt: 3-5 Wochen alte Hähnchen mit einem Maximalgewicht von 350-400 g bezeichnet man als Stubenküken. Ihr Fleisch ist zart und saftig, ihre Größe ist mit der von ausgewachsenen Wachteln oder Perlhuhnküken vergleichbar. Ein Junghuhn, auch Broiler genannt, ist ein noch nicht geschlechtsreifes Jungmasthuhn. Poularde sind ältere, schwerere Hähnchen; Suppenhühner sind Leghennen und Kapaune sind kastrierte Junghähne, die es bei uns nur als Importware gibt.

Verwendung

Hühnerfleisch kann man auf vielfältig Art und Weise zubereiten. So können die Schenkel oder Keulen mariniert, paniert, frittiert oder gegrillt werden. Das Brustfleisch enthält meist weder Haut noch Knochen, es kann wunderbar pochiert, gedünstet oder als Geschnetzeltes angebraten werden. Die „Chicken Wings“, die Hühnerflügel gibt es meist gegrillt oder frittiert. Da Hühnerfleisch relativ geschmacksneutral ist, kann man es nach allen Geschmackrichtungen hin zubereiten von deftig bis süß-sauer.

Hühnerfleisch steht weltweit auf dem Speiseplan, aber besonders den Franzosen und den Chinesen hat es das Huhn angetan. Sie haben gleich eine ganze Reihe von einfachen, aber sehr schmackhaften Zubereitungsarten entwickelt, z.B. „Coq au vin“. Hierbei schmort ein reiferes und damit aromatischeres Huhn in Wein. Das chinesische „Bettlerhuhn“ wird im Tonmantel butterweich gegart. Bei den Münchnern gibt es das Wiesnhendl, bei den Wienern das Backhendl und in Indien wird das Hühnchen im Tandoori-Ofen zubereitet.

Qualität und Einkauf

Hühnchen sind tiefgefroren im Supermarkt oder direkt beim Hofladen eines Bauern erhältlich. Gute Hühnchen sind langsam gewachsen (in zwei bis drei Monaten), wiegen ca. 2 kg und haben auch schon mal außerhalb des Stalls im Gras gepickt. Bei guter Behandlung haben sie ein volles, festes Fleisch und glatte helle Haut. Leider ist eine gute Haltung der Hühner eher die Ausnahme. Käfighaltung, Legebatterien und Kraftfutter voller Chemie sind immer noch die Regel. In den letzten Jahren hat hier aber endlich ein Umdenken stattgefunden und viele Konsumenten wollen sich mit den Zuständen der Hühnerhaltung nicht mehr zufrieden geben. Inzwischen gibt es immer mehr Bio-Bauern, die dafür sorgen, dass die Hühner zu ihrem natürlichen (Fress-) Verhalten zurückkehren. Beim Kauf von Hühnerfleisch sollte man also besser immer auf die Herkunft der Ware achten. „Extensive Bodenhaltung“ ist für das Huhn schon wesentlich besser als eine Käfighaltung. Noch besser ist es, wenn der Hühnerbauer seine Tiere in „bäuerlicher Auslaufhaltung“ oder sogar in „bäuerlicher Freilandhaltung“ bzw. „bäuerlicher Aufzucht“ gehalten hat. Diese Angaben sind allerdings freiwillig. Auf den Zusatz „Bio“ kann man sich in den meisten Fällen verlassen.

Bevorratung

Nach dem Kauf sollte das Hühnefleisch gleich aus der Verpackung genommen werden und in einer gut schließenden Tüte oder Tupperbox (wegen der Salmonellengefahr) auf der Glasplatte über dem Gemüsefach gelagert werden. Ganze Hähnchen halten sich so drei bis vier Tage. Hähnchenteile zwei Tage. Tiefgekühlte Hähnchen sollten immer schonend in einer Box oder Tüte im Kühlschrank aufgetaut werden. Das Auftauwasser muss immer weggegossen werden.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

Shop-Finder - 3er Küchen in Haar bei München

COMMENTS