Vorratslexikon

Chili

chili_02Chilischoten sind eine Unterart der Paprika. Es gibt sie in vielen Größen und Farben: von kleinen runden, bis zu großen dünnen oder auch dicken, von rot, gelb und orange hin zu grün. Mittlerweile sind rund 200 verschiedene Chiliarten bekannt. Die Schärfe der Chili verursachen die weißen Kernchen im Inneren. Die schärfste Chilisorte der Welt ist seit 2007 offiziell die „Naga Jolokia“.

Bezeichnung

Chilis kennt man auch unter dem Begriff „Spanischer Pfeffer“, da die scharfen Paprika in Europa zuerst in Spanien angebaut wurden. Im deutschen Handel kennt man die Chili aber noch unter weiteren Namen, die häufig im Widerspruch zueinander stehen. Oftmals wird nach Herkunft unterschieden: kommt die Ware aus Mittelamerika und Asien heißen sie Chilis. Stammt sie aus Europa und dem Mittelmeerraum, werden sie als Peperoni verkauft. Ein Italiener, der von Peperoni spricht, meint aber eine milde Gemüsepaprika und die scharfen Chilis nennt er hingegen Peperoncini.

Herkunft

Seinen Ursprung hat die Chili, genau wie sein großer Bruder, die Paprika, in Lateinamerika. Die Köche der Aztekenkönige waren berühmt für ihre Chiligerichte. Spanische und portugiesische Seefahrer brachten die Chilis als „spanischen Pfeffer“ anschließend in ihre Heimat und verbreiteten sie über ihre indischen und afrikanischen Kolonien im Rest der Welt. Heute kommen die besten Qualitäten aus Afrika, Indien und aus dem amerikanischen Louisiana sowie Kalifornien.

Einkauf

Chilis bekommt man bei uns frisch, aber auch eingelegt oder getrocknet. Im Ganzen als Schote, als Pulver und als Chiliflocken. Letztere sind grob gemahlene, getrocknete, scharfe Paprika- oder Chilischoten.

Verwendung

Alle Chili-Sorten schmecken brennend scharf, manche sind für viele Mitteleuropäer sogar fast unerträglich scharf. Meist werden Chilipulver oder –flocken zum Würzen verwendet. Für manche Gerichte ist es auch üblich die ganzen Chilis zu hacken und über das Gericht zu streuen. Ganze Schoten eignen sich zum Einlegen von Heringen, Gurken oder Mixed Pickles. Darüber hinaus passt der scharfe Chiligeschmack auch wunderbar zu Gulasch oder deftigen Kartoffelgerichten. Grüne, unreife Schoten werden typischerweise in Essig eingelegt. Achtung: Beim Verarbeiten von scharfen Chilis sollte man entweder Küchenhandschuhe tragen oder sich anschließend gründlich die Hände waschen und sich auf keinen Fall ins Gesicht fassen. Denn reibt man sich den Chili versehentlich in die Augen, tut das höllisch weh.

Bevorratung

Frische Chilis sollte man nicht länger als zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Eingelegte Chilis können zunächst im Vorratsschrank gelagert werden, nach dem Öffnen gehören sie aber in den Kühlschrank und können dort je nach Mindesthaltbarkeitsdatum gelagert werden. Getrocknetes Chilipulver und -flocken halten rund zwei Jahre.
Dünne, frische Chilis kann man auch selbst zu Hause an der Luft trocknen. Das dauert etwa vier bis sechs Wochen. Anschließend müssen die getrockneten Schoten luftdicht verschlossen aufbewahrt werden und sollten erst kurz vor der Verarbeitung zerkleinert werden.

Geprüft durch die Dipl. oec. troph. (FH) Frau Rebecca Ginser.

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