Vorratsschädlinge: Niemand hat sie gerne im Haus

Vorratsschädlinge: Niemand hat sie gerne im Haus

Schon beim Einkauf ist auf Schädlingsbefall zu achten. Sind die Lebensmittel in geschlossenen Behältern getrennt aufbewahrt, wird eine Ausbreitung verhindert. Papier oder Kunststofffolie reichen als Verpackung zum Schutz nicht aus. Einlegepapier sollte nicht verwendet werden, da sich darunter Schädlinge unbemerkt vermehren können.

Ordnung und Übersichtlichkeit im Vorratsschrank beugt dem Schädlingsbefall vor, ebenso eine regelmäßige Kontrolle der Vorräte. Der Lagerort sollte aus diesem Grund auch leicht zu reinigen sein. Ritzen und Nischen sind zu vermeiden.

4564539_300px_6528a2f50aIm Falle eines Schädlingsbefalls müssen die betreffenden Lebensmitteln weggeworfen werden. Da sich Vorratsschädlinge sehr schnell ausbreiten und dann schwer zu bekämpfen sind, ist hier schnelles Handeln gefragt. Der Vorratsschrank muss sofort ausgeräumt und gründlich gereinigt werden. Alle anderen Vorräte müssen ebenfalls auf einen Schädlingsbefall überprüft werden. Erst nachdem der Vorratsschrank gereinigt und vollständig getrocknet ist, können die Lebensmittel wieder eingeräumt werden.

Beliebteste Ziele von Vorratsschädlingen sind Getreideprodukte, da sie sehr nährreich sind, aber auch eiweißreiche Lebensmittel wie Wurstwaren können befallen werden. So haben die meisten Vorratsschädlinge ihre Vorlieben und befallen unterschiedliche Lebensmittel. Getreide und Getreideprodukte, aber auch andere Trockenprodukte werden gerne von folgenden Schädlingen heimgesucht: der deutschen Schabe, der Dörrobst- oder Mehlmotte, den Mehlmilben, Ameisen oder auch Brotkäfern. Allesfresser wie Mäuse, Ratten und Fliegen sind nicht so wählerisch. Alle drei sind Krankheitsüberträger und müssen daher sehr ernst genommen werden. Ansonsten zählen zu den Schädlingen noch die Asseln, die sich in Kellern über Obst, Gemüse und Kartoffeln hermachen und Speckkäfer, die sich gerne an Schinken, Käse und Schokolade bedienen.

10163601_300px_075100a3adBeherzigt man alle Maßnahmen von der genauen Prüfung beim Einkauf über Ordnung und Sauberkeit bis hin zur regelmäßigen Kontrolle, haben Schädlinge grundsätzlich keine Chance mehr. Tritt dennoch ein Befall auf, greifen bei allen Schädlingen die bereits genannten Bekämpfungsmaßnahmen: wegwerfen, ausräumen und reinigen. Auf chemische Mittel sollte im Privathaushalt verzichtet werden. Hier ist es ratsam sich an professionelle Schädlingsbekämpfer zu wenden oder sich Hilfe bei örtlichen Gesundheits- und Veterinärbehörden zu holen.

Autorin: Kristina Grote

KüchenTreff - Edition 20 v2

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