Richtig Auftauen – wie geht’s?

Richtig Auftauen – wie geht’s?

Gelobt sei die Gefriertruhe. Sie erlaubt es uns, verderbliche Lebensmittel für lange Zeit und nahezu ohne merkliche Qualitätseinbußen aufzubewahren. Doch viel zu oft kommen nach dem Auftauen matschige Früchte, zähes Fleisch und trockenes Brot zum Vorschein.

„Neben der korrekten Gefrierlagerung hat die Art und Weise des Auftauens einen wesentlichen Einfluss auf den Geschmack, die Beschaffenheit und nicht zuletzt den Vitamingehalt der Lebensmittel“, weiß Ute Gomm vom aid infodienst in Bonn. „Besonders bei hochverderblichen Waren wie Fleisch und Fisch kann falsches Auftauen auch die Vermehrung von Keimen begünstigen“, so die Haushalts- und Ernährungswissenschaftlerin.

Als Faustregel gilt deshalb: Außer bei Gemüse, Brot und Fertiggerichten ist der Kühlschrank der beste Ort zum Auftauen. Er sichert die durchgängige Kühllagerung verderblicher Lebensmittel und verhindert einen vermehrten so genannten „Tropfsaftverlust“, der Fleisch zäh und Obst matschig werden lässt.

Auch Mikroorganismen vermehren sich in geringerem Maße, wenn langsam bei Kühlschranktemperatur aufgetaut wird. Wenn es einmal schnell gehen muss, können Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch auch in die Mikrowelle. Eingefrorenes Brot erlöst man am besten bei Raumtemperatur oder durch Erwärmen im Backofen aus der Kältestarre. Der Nährstoffgehalt von Gemüse bleibt allerdings am besten erhalten, wenn die Produkte sofort weiterverarbeitet werden. Vitamingehalt und Aroma von Obst werden durch die Methode des Auftauens nicht beeinträchtigt.

Quelle: Silke Hoffmann, www.aid.de

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