Faktoren der Vorratshaltung: Zeitraum, Wirtschaftlichkeit und Verpackung

Faktoren der Vorratshaltung: Zeitraum, Wirtschaftlichkeit und Verpackung

Zu einer perfekten Vorratshaltung zählen viele Faktoren, die einem meist gar nicht bewusst sind, aber bei genauerem Hinsehen sehr viel Sinn ergeben. So sind folgende Faktoren für die Bevorratung der eigenen Lebensmittel entscheidend:

8541578_500px_01_d9cd6688c9Vorratsgut: Unterschiedliche Lebensmittel lassen sich auf unterschiedliche Art bevorraten. Dies ist bedingt durch die spezifischen Eigenschaften des Vorratgutes wie Gemüse, Obst, Getreide und Getreideprodukte, Kartoffeln, Milch und Milchprodukte, Fleisch und Fleischprodukte, Fisch und Fischprodukte, Eier, Trockenprodukte wie Nudeln und Backzutaten, sowie Getränke. Mehr zu deren optimalen Bevorratung unter Vorratslexikon.

Zeitraum: Die Dauer der gewünschten Bevorratung bestimmt häufig die Konservierungsmethode in Abhängigkeit vom Vorratsgut. Einfacher ausgedrückt: kaufe ich besser H-Milch oder Frischmilch? Außerdem bedingt der Zeitraum die Größe der Vorratsbehälter und -räume. Die benötigte Vorratsmenge ist auch abhängig von den Möglichkeiten wann die Lebensmittel zur Verfügung stehen, also im Handel bezogen oder im eigenen Garten geerntet werden können.

Raum: Vorratshaltung ist umso wirtschaftlicher und effektiver, je besser die räumlichen Voraussetzungen dafür sind. Ein einzelner großer Vorratsschrank, wie ein Apothekerschrank, ist hierbei sinnvoller als die Lebensmittel über verschiedene Stauräume in der gesamten Küche oder sogar auf mehrere Räume zu verteilen. Durch die optimale Auswahl und Anpassung des Raumes bzw. des Vorratschranks an die Lageranforderungen des Vorratgutes, desto weniger Verluste entstehen durch Fäulnis, Austrocknung, Schädlinge usw. Vorhandene Räume bzw. Schränke bedingen die Menge der Vorratsgüter also auch den Vorratszeitraum.

8234769_300px_c8f15e11bcWirtschaftlichkeit: Die eigene Bevorratung muss mit dem zeitlichen Arbeitsaufwand zur Konservierung, den Kosten von Geräten, Energie, Raumbedarf und Qualität und Qualitätsansprüche im Vergleich zu gekauften Produkten abgewogen werden. Jeder Haushalt trifft hier eine individuelle Entscheidung. Es sollte nur das bevorratet werden, was auch im vorhergesehenen Zeitraum verbraucht wird. Vorratsverluste sollten so gering wie möglich gehalten werden. Durch eine durchdachte Organisation der Vorratshaltung ist dies möglich.

Menge: Die Vorratsmenge beeinflusst die Art der Bevorratung. Ein Beispiel: Eine überschaubare Menge günstig erworbener Himbeeren kann gut eingefroren werden. Bei größeren Mengen wäre der Energieaufwand für das Tiefkühlgerät zu hoch. In diesem Fall sollte man die Himbeeren besser zu Marmelade oder Saft verarbeiten. Die zukünftig benötigte Vorratsmenge muss schon bei der Planung von Vorratsräumen und -schränken berücksichtigt werden.

Art der Vorratshaltung: Die verschiedenen Arten der Vorratshaltung sind Trockenvorratshaltung, Kühlung und Tiefkühlung. Je nach vorhandenen Räumlichkeiten haben diese Arten im Haushalt einen anderen Umfang. Zu den Arten der Vorratshaltung zählen auch die Konservierungsmethoden.

Verpackung: Die Verpackung der Lebensmittel hat einen erheblichen Einfluss auf die Qualitätserhaltung während der Bevorratung. Vorratsbehälter sollten daher so gewählt werden, dass die Übersichtlichkeit und eine optimale räumliche Ausnutzung der Vorratsräume gewährleistet ist. Eine unsachgemäße oder fehlende Verpackung von Lebensmitteln kann zu qualitätsmindernden Schäden wie Gefrierbrand oder Schädlingsbefall führen. Grundsätzlich sollten Behältnisse für Lebensmittel folgende Voraussetzungen erfüllen: Lebensmittelechtheit, Geschmacksneutralität, Reißfestigkeit und Bruchsicherheit, sowie Stapelbarkeit (optimale Platzausnutzung) und eine gut seitliche Einsehbarkeit, z.B. durch transparente Behälter, damit jederzeit ein leichter Überblick über den jeweiligen Füllstand gewährleistet wird. Vor allem bei Tiefkühlprodukten, aber auch bei der Trockenvorratshaltung sollte die Verpackung wasserdampfundurchlässig und dicht schließend sein.

Nährstofferhaltung: Ein Hauptziel der Vorratshaltung ist die Nährstofferhaltung der Lebensmittel. Aus diesem Grund sind Tiefkühlprodukte sehr beliebt, da sie unter Umständen bessere Nährstoffbilanzen liefern als „frische“ Lebensmittel, die schon mehrere Tage alt sind und länger im Supermarkt auslagen (zzgl. Zeit für Ernte und Transport). Beim sachgemäßen Einfrieren gehen weniger Nährstoffe verloren als z.B. beim Trocknen. Dennoch sollte die Umweltbelastung durch den erhöhten Energieaufwand beachtet und abgewogen werden.

Hat man diese Faktoren im Hinterkopf steht einer perfekten Vorratshaltung im Grunde nichts mehr im Wege.

Autorin: Kristina Grote

Shop-Finder - Wiesmanns Küchen in Borken

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