Wirsing – Vielseitiges Kohlgemüse mit nussigem Geschmack

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Winterwirsing hat bis Ende Februar Saison

Bei winterlichen Temperaturen frisches Gemüse aus heimischem Anbau genießen? Probieren Sie doch mal den vielseitigen Wirsing. Winterwirsing aus Deutschland hat noch bis etwa Ende Februar Saison. Mit seinen gekräuselten, hell-bis dunkelgrünen Blättern und runden Köpfen kommt er nicht nur dekorativ daher, sondern ist auch wegen seines herzhaften, leicht nussigen Geschmacks beliebt.

Wenn die äußeren Blätter schön knackig sind und der Wirsing beim Schütteln raschelt, ist das ein Zeichen für Frische. Wer das Gemüse nach dem Einkauf nicht direkt zubereiten möchte, kann es im Gemüsefach des Kühlschranks oder an einem kühlen Ort einige Tage aufbewahren.

Los geht’s mit dem Vorbereiten

Zuerst werden die äußeren, groben Blätter entfernt. Man muss sie nicht wegwerfen, sondern kann sie prima für Wirsing-Kohlrouladen verwenden. Der Kohlkopf wird nun unter fließendem Wasser gründlich gewaschen. Dabei ist darauf zu achten, dass sich zwischen den Blättern und in den Rippen keine Erde und kein Sand mehr befinden. Dann den Wirsingkopf auf ein Küchenbrett legen und mit einem großen Küchenmesser halbieren, vierteln und den harten Strunk keilförmig herausschneiden. Die Viertel kann man nun quer in Streifen schneiden. Gekocht, gedünstet oder geschmort schmeckt er zu Kartoffeln, Reis oder Nudeln. Als Gemüsebeilage passt er auch sehr gut zu Fleisch – vor allem zu Wild- und Lammfleisch – sowie zu Fisch. Das Kohlgemüse kann man sehr gut für Eintöpfe, Suppen, Aufläufe und asiatische Wok-Gerichte verwenden. Praktisch ist: Wirsing ist ruckzuck gar. Er harmoniert mit Gewürzen wie geriebener Muskatnuss, Lorbeerblatt, Fenchelsamen und etwas Kümmel. Er macht das Kohlgemüse bekömmlicher. Eine asiatische Note bekommt das Wintergemüse mit Ingwer, Knoblauch, Chili, gemahlenem Koriander und Sojasoße.

Zurück zur Kohlroulade

Dafür die äußeren Blätter waschen, den Strunk herausschneiden, in kochendem Wasser zwei Minuten blanchieren und in kaltem Wasser abschrecken. Dadurch werden die Blätter etwas weicher und lassen sich besser aufrollen. Dickere Rippen kann man herausschneiden. Als Füllung eignet sich zum Beispiel Hackfleisch, das wie für Frikadellen vorbereitet wird. Als vegetarische Alternative kann man beispielsweise gekochten Reis mit frischem Gemüse wie Porree und Pilzen sowie Feta vermengen. Die Füllung auf die glattere Seite der Wirsingblätter geben, einwickeln und mit Küchengarn festwickeln. Die Rouladen in der Pfanne rundherum sanft anbraten, mit Gemüsebrühe ablöschen, Deckel auflegen und etwa 30 Minuten garen. Zum Schluss die Soße mit etwas in Wasser aufgelöste Speisestärke binden und mit Crème fraîche und Gewürzen abschmecken.

Wer auf den Wirsinggeschmack gekommen ist, kann sich auf das Frühjahr freuen, denn von Mai bis September gibt es frischen Sommerwirsing aus heimischen Gefilden. Er ist noch etwas zarter als die Wintervariante und eignet sich sogar roh besonders gut als Salat.

Quelle: Hedda Thielking, www.bzfe.de

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