Saisonstart für die Königin unter den Beerenfrüchten!

Saisonstart für die Königin unter den Beerenfrüchten!

Unsere heimischen Erdbeeren wird mit einem standesgemäßen 3-Gänge-Menü gefeiert.

Das sommerliche Wetter hat sie reifen lassen: Die ersten heimischen Erdbeeren aus Folientunneln werden schon geerntet – vor der eigentlichen Saisoneröffnung! Die findet erst im Mai statt und die ersten roten Freiland-Früchte werden auch erst in zwei bis drei Wochen zu haben sein. Denn die Erdbeerzeit ist stark vom Wetter abhängig. Je nach Region und Witterungslage blühen Erdbeeren von April bis Mai und können in milden Regionen ab Mai und bis in den September hinein geerntet werden. Erdbeer-Fans sollten also zugreifen, solange die Erbeersaison läuft. Denn Erdbeeren sind ein süßer und sehr gesunder Sommer-Snack.

Sommerzeit ist Erdbeerzeit

Am besten schmecken Erdbeeren zur Erdbeerzeit – wenn sie frisch geerntet auf den Tisch oder direkt in den Mund kommen. Nichts kann den Duft und das volle Aroma heimischer Früchte übertreffen, weil Erdbeeren aus marktnaher Erzeugung bis zuletzt an der Pflanze reifen können. Ein weiterer Vorteil ist, dass die reifen Früchte auch einen höheren Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und bioaktiven Substanzen haben. Zusätzlich entfallen die langen Transportwege. Das kommt nicht nur der Umwelt, sondern auch den Früchten zugute.

3 Gerichte mit Erdbeeren

© BVEO / standesgemäßes 3-Gänge-Menü

So schmecken Erdbeeren am besten!

Erdbeeren gehören zu den beliebtesten Obstarten Deutschlands. Das liegt zum einen an ihrer angenehmen Süße und zum anderen an ihren vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten. Das fruchtige 3-Gänge-Menü der BVEO feiert die rot leuchtenden Beeren. Mit all ihren Aromen, von herzhaft bis süß!

Erdbeer Rucola Salat

Vorspeise: Erdbeer-Rucola-Salat

Erdbeer-Risotto

Hauptspeise: Erdbeer-Risotto

Empfindliche Früchtchen

Dass die Natur eigene Regeln hat, ist uns im vergangenen Jahr nicht verborgen geblieben. Nach einem milden Winter hat der wärmste März seit Wetteraufzeichnung zu einem sehr frühen Vegetationsstart geführt. Die Frostnächte im April mit bis zu minus 10 Grad haben die bereits weit fortgeschrittenen Blüten stark geschädigt. Zum Leidwesen heimischer Erdbeer-Liebhaber kam es in manchen Regionen so zu teils erheblichen Ernteeinbußen. Denn „ohne Blüte“ auch „keine Früchte“. Nicht zuletzt aufgrund der Wetterextreme der letzten Jahre gibt es daher inzwischen einen Trend zum geschützten Anbau. Rund 20 Tsd. Tonnen Erdbeeren stammten im vergangenen Jahr aus Folientunneln. Demgegenüber stehen allerdings nach wie vor 115 Tsd. Tonnen Erdbeeren, die im Freiland geerntet wurden.*

Lieber heimische Erdbeeren als importierte

Stolze 230 Tsd. Tonnen Erdbeeren wurden im vergangenen Jahr in Deutschland verzehrt – trotz Ernteeinbußen! Jeder Deutsche hat damit fast 3 kg gegessen. Auffällig ist, dass deutsche Verbraucher bei ihren Einkaufsgewohnheiten heimischen Produkten den Vorzug geben. Denn mit 58,9% fiel der Selbstversorgungsgrad 2017 sogar höher aus als im ertragsreicheren Jahr 2016 (58,3%). Pro Kilo gaben Erdbeer-Fans dabei rund 4,30 Euro aus.*

*Quelle: Statistisches Bundesamt / AMI-Analyse auf Basis des GfK-Haushaltspanels

Ein Blick in die deutschen Erdbeer-Hochburgen:

Balsamico-Erdbeeren

Balsamico-Erdbeeren, Foto: BVEO

Die Erzeugerbetriebe der badischen Obstgenossenschaften in der Rheinebene haben sich auf die Anbauverfrühung bei Erdbeeren spezialisiert. Dr. Ansgar Horsthemke, Generalbevollmächtigter beim Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband und für die Obstgenossenschaften in Baden-Württemberg erklärt diesen Trend: „In den begehbaren Tunneln kann die Erdbeerenernte bei guten Bedingungen bis zu 3 Wochen früher als im Freiland statt finden. Allerdings hat in 2018 die meist kühle Witterung auch zu einer Verzögerung in den Tunneln geführt, so dass Erdbeeren aus geschütztem Anbau erst seit einigen Tagen angeliefert werden. Rund 1.000 Tonnen Erdbeeren werden die badischen Erzeugermärkte aus den Verfrühungstunneln vermarkten. Ab der ersten Maiwoche kommen dann Erdbeeren aus dem Freiland dazu. Wir rechnen in der Spitze mit bis zu 500 Tonnen Erdbeeren am Tag. Insgesamt wird bei den Baden-württembergischen Obstgenossenschaften eine Vermarktung von 15.000 Tonnen Erdbeeren von Ende April bis Anfang September erwartet.“

„Auch bei uns in der Pfalz ist die Ernte schon losgegangen und in den nächsten Tagen werden die Erntemengen weiter steigen“, ergänzt Hans-Jörg Friedrich, Vorstand der Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG. „Und mit steigender Wärmesumme, das heißt Anzahl Sonnenstunden und wärmeren Nachttemperaturen werden sie von Tag zu Tag noch leckerer und aromatischer!“

Die Landgard Obst & Gemüse GmbH & Co. KG ist bereits seit dem 10. April mit Erdbeeren aus geschütztem Anbau unter Glas auf dem Markt. Rick Hensgens, Key Account Manager bei Landgard schätzt: „Wenn uns das Wetter in den nächsten Tagen keinen Streich mehr spielt, rechnen wir in diesem Jahr mit sehr guten Mengen und Qualitäten.“ In der Region West hat die Ernte von Freiland-Erdbeeren aus Anbau unter modernen Tunneln an diesem Wochenende begonnen. Die Regionen Ost und Nord werden voraussichtlich 5–7 Tage später, also spätestens am kommenden Wochenende mit der Ernte beginnen. Freiland-Erdbeeren aus regulärem Anbau werden je nach Wetterlage in ca. 2–3 Wochen soweit sein. Generell beginnt die Ernte in Süddeutschland meist rund 10 Tage vor dem Norden.

Wissenshunger!

Erdbeeren richtig pflücken – Der frühe Morgen ist der beste Erntezeitpunkt. Es sollte trocken sein, da nass gepflückte Früchte weniger Aroma haben und nicht so lange haltbar sind. Die Erdbeeren am besten zusammen mit den grünen Kelchblättern und einem Stück Stiel von der Pflanze ziehen damit kein Saft austritt.

Power

Die köstlichen, roten Früchte stecken voller Vitamine – insbesondere Vitamin C ist in relativ hoher Konzentration enthalten. Mit 55Milligramm pro 100 Gramm enthalten Erdbeeren mehr Vitamin C, als beispielsweise Zitronen oder Orangen. Darüber hinaus punkten sie durch eine geringe Kalorienzahl (32 kcal / 100g).

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle

Einkauf & Lagerung

Beim Einkauf auf Farbe und feste Konsistenz der Erdbeeren achten. Reife Erdbeeren glänzen, sind gleichmäßig rot gefärbt und haben eine frischen, grünen Kelch. Außerdem haben sie einen angenehm aromatischen Duft. Erdbeeren sind zarte, stoßempfindliche Früchte. Zum Transport sollten sie daher entsprechend geschützt verpackt werden. Trotzdem: leichte, oberflächliche Druckstellen beeinträchtigen weder Geschmack noch Haltbarkeit. Erdbeeren am besten immer sofort verzehren. Falls das nicht möglich ist, die Früchte ungewaschen und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Dort sind sie mehrere Tage haltbar.

Vorbereitung

Die roten Früchtchen sind empfindlich. Daher sollten sie nie unter fließendem Wasser abgespült werden. Der harte Strahl kann nämlich die empfindliche Oberfläche beschädigen und schwemmt viel vom Aroma ab. Besser die Erdbeeren in einer Schüssel Wasser säubern. Die Blätter und den Strunk erst nach dem Waschen entfernen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.deutsches-obst-und-gemuese.de

Quelle: BVEO, „Deutschland – Mein Garten.“

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