Mönchsbart – Mediterraner Exot mit vielen Namen

Bild: ©andreas160578 – pixabay.com

Die Pflanze liebt die Küste

Der Mönchsbart gehört zur Familie der Wegerichgewächse und hat seine Heimat im Mittelmeerraum. Die Pflanze wächst wild auf Salzwiesen an der Küste und wird unter anderem in Italien auch angebaut. Der Mönchsbart hat viele Namen wie Ziegenbart oder Kapuzinerbart, in Italien auch „Barba di Frate“ oder „Agretti“. Auf den ersten Blick ähnelt die Pflanze dickem Schnittlauch. Die fleischigen, saftig-grünen Stiele sind verzweigt und haben eine knackige Konsistenz. Sie schmecken krautig-erdig bis säuerlich und leicht salzig nach Meer. Mönchsbart ist kalorienarm (17 kcal pro 100 g) und kann mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen punkten. Dazu zählen unter anderem Kalium, Kalzium, Vitamin C und E sowie verschiedene B-Vitamine.

Die Vor- und Zubereitung

Vor der Zubereitung werden die Wurzeln großzügig entfernt und die Stiele gründlich gewaschen und vom Sand befreit. Der Mönchsbart ist roh eine leckere Zutat in einem gemischten Salat. In erster Linie wird er aber blanchiert oder gedünstet, da sich in der Wärme sein Aroma besser entfaltet. Das saftige Grün und die knackige Konsistenz bleiben gut erhalten, wenn der Mönchsbart für drei Minuten in kochendes Salzwasser gegeben und anschließend in kaltem Wasser abgeschreckt wird. Mit etwas Olivenöl und Zitronensaft verfeinert ist er eine auch optisch ansprechende Beilage zu Fisch und Fleisch.

Die Italiener kombinieren den Mönchsbart gerne mit Pasta

Dafür Spaghetti separat „al dente“, also bissfest kochen. Das Gemüse in kleine Stängel schneiden und in einer Pfanne mit Olivenöl, Knoblauch, Zwiebeln, Peperoni und Cherrytomaten gar dünsten. Mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Balsamicoessig abschmecken und unter die Nudeln mischen. Sehr lecker schmeckt Mönchsbart auch im Risotto, im italienischen Omelette (Frittata) oder als warmer Salat mit Sardellenfilets, gehacktem Knoblauch und Chili.

Selten auch aus heimischem Anbau

Der Mönchsbart hat von März bis Ende Mai Saison und ist in geringem Umfang auch aus heimischem Anbau erhältlich. Verbraucher können das Gemüse in Delikatessläden, einigen Supermärkten und auch auf dem Wochenmarkt finden. Es wird in Büscheln mit Wurzeln verkauft. Beim Einkauf sollten die Stiele frisch und saftig-grün aussehen.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de

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