Das Vitamin-ABC – Folge 2: Vitamin B1

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Vitamine und Mineralstoffe sind für den Menschen lebensnotwendige Verbindungen, die der Körper nicht oder nur unzureichend selbst herstellen kann. Vitamine erfüllen wichtige Funktionen im Stoffwechsel und müssen über die Nahrung in unterschiedlichen Mengen zugeführt werden. Die bekannten 13 Vitamine werden nach ihrer Löslichkeit unterschieden: fettlöslich oder wasserlöslich.

Vitamin B1 (Thiamin) ist wasserlöslich

Wir müssen es regelmäßig mit der Nahrung aufnehmen, weil der Körper Thiamin nur in ganz geringen Mengen speichern kann. Thiamin ist Teil von Enzymen, die den Kohlenhydrat- und Aminosäurestoffwechsel steuern. Es ist an der Energiegewinnung und –speicherung beteiligt und erhält das Nerven- und Herzmuskelgewebe.

Vitamin B1 ist vor allem in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Kartoffeln, Fleisch und Fisch, enthalten. Hitze, UV-Licht und Sauerstoff mag das Vitamin nicht. Beim Kochen gehen etwa 30 Prozent des Vitamins in das Kochwasser über.

Höhere Aufnahme für Schwangere empfohlen

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Die empfohlene tägliche Zufuhr beträgt nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für männliche Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren 1,4 mg pro Tag, ab 19 Jahren je nach Altersgruppe zwischen 1,1 bis 1,3 mg pro Tag. Für weibliche Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren werden 1,1, für Frauen 1,0 mg pro Tag empfohlen; Schwangere und Stillende sollten etwas mehr Vitamin B1 zu sich nehmen (1,2 mg bzw. 1,3 mg pro Tag).

„Essen Sie vor allem Vollkornprodukte, da Vitamin B1 vor allem in der Schale und im Keim sitzen und ansonsten möglichst abwechslungsreich“, empfiehlt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim Bundeszentrum für Ernährung.

Quelle: Renate Kessen, www.bzfe.de

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