Das Pilzjahr 2018 fällt bescheiden aus

Das Pilzjahr 2018 fällt bescheiden aus

Im Spätsommer und Herbst durchstreifen viele Menschen Wald und Wiesen, um Pilze zu sammeln.

In diesem Jahr ist die Ausbeute allerdings gering, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (Pilzkunde). Aufgrund der langanhaltenden Trockenheit hatten es die Pilze schwer. Wenn in den kommenden Wochen reichlich Regen fällt, kann sich das aber noch ändern.

Erschwerte Suche

Pilz im WaldRegional gibt es Unterschiede: So sind im Bayerischen Wald, in den Mittelgebirgsregionen, in der Eifel und in Nordrhein-Westfalen einige Pilze gewachsen. Im Gegensatz dazu war die Trockenheit in anderen Bundesländern wie Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Niedersachsen größer. Die geringen Niederschläge schaden den Pilzen jedoch nicht. Sie ziehen sich einfach in den Boden zurück, wo es noch ausreichend Feuchtigkeit gibt. Denn der eigentliche Pilz lebt unterirdisch in einem verzweigten Netz feiner Fädchen, das Myzel genannt wird. Lediglich der Fruchtkörper ist sichtbar und wird umgangssprachlich als Pilz bezeichnet.

In diesem Jahr sind nicht nur weniger Pilze zu finden, sie sind auch schwerer zu entdecken. Denn auch die Bäume haben wegen der Trockenheit schon viele Blätter abgeworfen, die die Delikatessen des Waldes verdecken.

Sicherheit ist oberstes Gebot

Korb mit PilzenWer auf die Suche geht, muss sich auskennen. Sammeln Sie nur Pilze, die sich eindeutig bestimmen lassen. Dafür sind Apps für das Smartphone keinesfalls ausreichend geeignet. Beim kleinsten Zweifel lässt man den Pilz besser stehen oder wendet sich an eine Beratungsstelle. Auch nasse, zerfressene und unansehnliche Exemplare bleiben besser im Wald. Wenn nach einer Pilzmahlzeit Unwohlsein auftritt, sollte immer ein Arzt oder die Giftinformationszentrale befragt werden. Generell gehören Wildpilze nur gelegentlich auf den Speiseplan, da sie je nach Region immer noch radioaktiv belastet oder mit Schwermetallen verunreinigt sein können. Ein gelegentlicher Genuss ist aber kein Problem. Alle Wildpilze müssen vor dem Essen gut durcherhitzt werden.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de

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