Gesundheitsrisiko Homeoffice

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Es ist an der Zeit, Vorkehrungen zu treffen – um besser im Hier und Jetzt zurechtzukommen und um den Anforderungen, die der neue Alltag an uns stellt, leichter gerecht zu werden.

Plötzlich ist alles anders

Mann schaut aus dem FensterBild: ©drobotdean – freepik
Die Corona-Pandemie hat von einem Tag auf den anderen unseren Alltag auf den Kopf gestellt. Ausgangsbeschränkung, Kontaktsperre und die belastende Ungewissheit, wie es weiter geht, sind die großen Herausforderungen der letzten Wochen gewesen und werden uns auch noch in der Zukunft begleiten. Es ist an der Zeit, Vorkehrungen zu treffen – um besser im Hier und Jetzt zurechtzukommen und um den Anforderungen, die der neue Alltag an uns stellt, leichter gerecht zu werden.

 

Das Büro ist jetzt Zuhause

mit Laptop auf dem Sofa sitzenBild: ©kaboompics – pixabay.com
Homeoffice aktuell: was entspannt aussieht, ist pures Gift für unseren gesamten Bewegungsapparat

Viele von uns waren von heute auf morgen gezwungen, in einer äußerst ungewohnten Berufssituation gleiche Arbeitsleistung zu bringen: im Homeoffice. Gaben vor der Krise 12% der Arbeitnehmer an, regelmäßig von Zuhause aus zu arbeiten, steigerte sich die Zahl binnen nur einer Woche um 300%. Für mehr als 75% der Deutschen findet seitdem das „daily business“ in den eigenen vier Wänden statt. Und das bedeutet gleichzeitig für die meisten von uns: Arbeiten in einem Provisorium. Da wird die Küche eben zum neuen Headquarter umfunktioniert, die Sitzbank dient als Schreibtischstuhl und Mails werden gerne liegend mit Laptop auf dem Bauch beantwortet. Verhaltensweisen, die an Wochenenden, die in der Regel ein ganz anderes Bewegungspensum vorgeben, nicht weiter ins Gewicht fallen, jedoch bei einer geregelten 40-Stunden-Woche gravierende Folgen mit sich ziehen. Orthopäden warnen eindringlich, dass schon 2 Tage an einem unangepassten Arbeitsplatz ausreichen, Rückenschmerzen hervorzurufen und Verspannungen im Nacken auszulösen. Rückenschmerzen waren auch schon vor Corona das Volksleiden Nummer 1, eine Entwicklung, die das provisorische Homeoffice drastisch vorantreiben wird.

Mensch, beweg Dich!

ergonomischer TischBild: ©Kesseböhmer
Ergonomische Tischgestelle wie der FLEXILIFT von kesseböhmer wachsen in Sekundenschnelle vom Schreibtisch zum Stehpult

Die wichtigste Voraussetzung für ein rückenschonendes und konzentriertes Arbeiten ist die ergonomische Ausrichtung des Arbeitsplatzes. Dabei zählt zum wirksamsten Schlüsselfaktor eine sinnvolle Sitzposition in Kombination mit bewegten Pausen. Jedes Aufstehen, jede Dehnung oder Streckung hilft, die gesundheitlichen Risiken erheblich zu minimieren. Gleichzeitig belegen zahlreiche Studien, dass unser Körper mehrfach Positionswechsel benötigt, um die Konzentration über Stunden aufrechtzuerhalten. Der menschliche Körper ist nicht zum Sitzen gemacht, Bewegung ist unser Fitmacher, körperlich wie geistig. Höhenverstellbare Schreibtische gehen auf dieses Bedürfnis ein, ohne dass wir unsere Arbeit unterbrechen müssen. Mit Luftdruck oder per Knopfdruck wachsen sie auch bei Vollbeladung in Sekundenschnelle zum Stehpult und ermöglichen damit den unkomplizierten Wechsel der Arbeitshaltung. Inzwischen gibt es sogar schon eine App, die sich mit dem ergonomischen Tischgestell koppelt und entsprechend des individuellen Bedarfs zum dynamischen Arbeiten auffordert. Da derzeit vieles darauf hindeutet, dass sich das Homeoffice auch nach der Pandemie etabliert, ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch langfristig eine lohnende Investition in die eigene Gesundheit. Doch es gibt auch Maßnahmen, die im Handumdrehen umsetzbar sind und sofort für mehr Ergonomie im Homeoffice sorgen.

Sofort mehr Ergonomie am Arbeitsplatz – los geht’s!

Mann vor Computer-BildschirmenBild: ©Jemtee – pixabay.com
Achten Sie darauf, dass Ihre Augenlinie senkrecht auf den Bildschirm trifft; die optimale Entfernung liegt bei 50 bis 70 cm

1. Bildschirm
Achten Sie darauf, den Bildschirm eine Armlänge entfernt aufzustellen. Steht er zu nah, ist in aller Regel die Körperhaltung verkrampft. Als Faustregel gilt: Je weiter der Monitor entfernt ist, desto entspannender für Rücken und Augen. Auch die Höhe des Monitors ist entscheidend: er ist optimal positioniert, wenn der Kopf bei geradem Rücken leicht nach unten geneigt ist und der Blick dabei schräg nach unten fällt.
Tipp: in aller Regel steht der Monitor zu tief, dicke Bücher eignen sich für eine angepasste Erhöhung genauso wie gängige Monitorerhöhungen.

2. Sitzposition
Wenn schon sitzen, dann richtig. Dabei werden die Füße fest und möglichst parallel auf den Boden gestellt. Die Ober- und Unterschenkel bilden einen rechten Winkel. Vermeiden Sie, die Beine übereinander zu schlagen; sonst wird der Blutfluss behindert und Krampfadern begünstigt. Der Oberkörper wird gerade gehalten, so dass beide Ellenbogen auf gleicher Höhe auf der Tischplatte aufliegen. Eine parallele Anordnung der Arbeitsmaterialien hilft, den Rumpf nicht permanent einseitig zu überlasten

3. Pausen
Wer volle Leistung bringen möchte, für den sind Pausen Pflicht. 5 Minuten pro Stunde sind das Minimum. Nutzen Sie diese Pause sich zu bewegen und Ihren Körper ausreichend zu entlasten. Ob sie dafür an der frischen Luft tief ein- und ausatmen, ein paar Kniebeugen durchführen oder sich ausreichend dehnen und strecken, bleibt Ihnen überlassen. Hauptsache, Sie entfernen sich für diese wenigen Minuten von Ihrem Arbeitsplatz. Da es ein wenig Zeit brauchen wird, bis Bewegungspausen zur Gewohnheit geworden sind, empfiehlt es sich ein Pausenprotokoll zu führen oder einen stündlichen Reminder per Handy zu aktivieren.

Mann am ArbeitsplatzBild: ©cookie_studio – freepik
Die Helligkeit am Arbeitsplatz nimmt ernormen Einfluss auf Ihre Gesundheit sowie Ihre Leistungsfähigkeit

4. Tageslicht
Zahlreiche Studien haben längst bewiesen: zu wenig Licht ermüdet unsere Augen und führt rasant zum Konzentrationsverlust. Daher muss für einen effektiven Arbeitsprozess eine Grundhelligkeit gegeben sein. Am besten eignet sich Tageslicht, weshalb der Schreibtisch parallel zum Fenster optimal steht. Lässt die Raumarchitektur diese Pole Position nicht zu, sind Tageslichtlampen eine tolle Alternative, die sich spätestens in den dunklen Wintermonaten bezahlt macht.

5. Temperatur
Ein Faktor, der oft unterschätzt wird: die richtige Temperatur am Arbeitsplatz. Hier gilt als einfache Faustregel: sie sollte nicht weiter auffallen. Für bedenklich aufgeheizte Temperaturen gilt als Warnwert 26°C. Für frostige Tage fehlt ein explizierter Richtwert. Da hilft der gesunde Menschenverstand: spätestens dann, wenn Sie in Ihrer normalen Kleidung frieren, sollte die Heizung aufgedreht werden. Was immer gut tut und sofort die Müdigkeit vertreibt: Schocklüften – versuchen Sie es aus!

6. Ordnung
Es ist eine Tatsache, dass Menschen, deren Arbeitsplatz aufgeräumt und gut organisiert ist, im Arbeitsalltag deutlich produktiver sind. Die Konzentration verbessert sich und die Bewegungsfreiheit, die ein frei geräumter Schreibtisch bietet, schafft gleichzeitig Raum für strukturiertes Arbeiten. Also ran an´s Chaos. Dabei gilt: jeder Gegenstand des permanenten Bedarfs bekommt seinen festen Platz; achten Sie dabei auf eine effiziente Anordnung, die gerne auch kleine Bewegungspausen beinhalten kann. So dürfen Unterlagen, die nicht dauerhaft im Einsatz sind, entfernt vom Schreibtisch deponiert werden, so dass Sie bei der Arbeit auch mal aufstehen und ein paar Schritte gehen müssen.

aufgeräumter SchreibtischBild: ©Pexels – pixabay.com
Weniger ist mehr: ein leerer Schreibtisch fördert die Konzentration und unterstützt den strukturierten Arbeitsprozess

Quelle: besserhaushalten

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