Basmatireis im Test

Basmatireis im Test

Das Ergebnis enttäuscht: Spitzenqualität bei Basmatireis fanden die Tester nur selten, auch der Preis sagt nichts über die Qualität aus.

Auf den ersten und letzten Plätzen finden sich preis­werte, aber auch teure und Bioprodukte. Gut sind nur fünf weiße, lose verpackte Reise. Kein Voll­korn-, Kochbeutel- oder Mikrowellenreis über­zeugte. Die Stiftung Warentest hat 31 Basmatireisprodukte zu Preisen von 1,78 bis 8,45 pro Kilogramm ausgewählt, geprüft, zubereitet und verkostet. Insgesamt reichten die Urteile von gut bis mangelhaft.

Spitzenwerte werden nur selten erreicht

Kulinarische Spitzenklasse bieten nur drei Produkte im Test. Ihre blumigen, mal röstig-nussigen, mal herb-fruchtigen Duftnoten beschreiben unsere Experten als aromatisch und komplex. Insgesamt gehen die Bewertungen weit auseinander: Ein Basmati erhält geschmack­lich sogar eine glatte Eins. Sensorisch mangelhaft ist dagegen der Kochbeutel-Reis von Edeka. Er hat nicht den Hauch einer Basmati-Note und schmeckt etwas pappig und leicht dumpf-modrig.

Jeder dritte Reis fällt wegen Schadstoffen auf

Insgesamt 11 Produkte erhalten im Prüf­punkt Schad­stoffe die Note Ausreichend oder Mangelhaft. Das liegt an Pestiziden, Begasungs­mitteln und einem Schimmelpilzgift. Ein aktuelles Thema bei Reis ist das Fungizid Tricyclazol, ein Pestizid gegen Pilzbefall. Seit dem 1. Januar 2018 gibt es einen neuen, deutlich nied­rigeren Grenz­wert für Basmati. Fünf Produkte im Test über­schreiten ihn. Alle wurden laut ihren jeweiligen Anbietern aber bereits 2017 importiert. Wir haben sie daher als noch ausreichend bewertet. Bei anderen Pestizidfunden ist die Sache klarer: Zwei Produkte – der weiße Reis von Fair East und der Mikrowellenreis von Netto Marken-Discount – enthalten mehr Rück­stände eines Pflanzen­schutz­mittels als erlaubt und hätten nicht verkauft werden dürfen. Die Gesamt­note lautet daher: Mangelhaft.

Arsen ist bei Basmatireis kein Problem. Die Reis­pflanze nimmt Arsen aus dem Boden auf und reichert es im Kern an. Anorganisches Arsen gilt als krebs­er­regend. Alle Produkte im Test unter­schreiten den zulässigen Grenz­wert deutlich.

Vollkornreis kann nicht überzeugen

Voll­korn­reis ist ungeschält. Seine Rand­schichten können Schad­stoffe anreichern, dort sitzen jedoch auch Vitamine, Mineral- und Ballast­stoffe. Im Test schneidet kein Voll­korn­reis gut ab – über­wiegend wegen der nachgewiesenen Schad­stoffe. Vorgekochter Basmati für die Mikrowelle ist zwar bequem in der Zubereitung, doch empfehlens­wert ist keiner im Test.

Quelle: Stiftung Warentest

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