Einkauf: Mehr Frust als Lust

Einkauf: Mehr Frust als Lust

Im Jahr 2014 empfanden 34 Prozent der Deutschen, die einen Haushalt führen, den Gang zum Supermarkt oder Discounter als lästig. Der Anteil ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2006 waren es nur 26 Prozent. Gleichzeitig ist die Anzahl der Einkäufe gesunken - von 267 Mal im Jahr 2006 auf 216 im Jahr 2014.

Wocheneinkauf für viele lästige Pflicht

Immer mehr Menschen sehen den wöchentlichen Einkauf als eine lästige Pflicht. Vermutlich müssen viele Berufstätige ihren freien Samstag „opfern“, um Vorratsschränke aufzufüllen. Für den „GfK Consumer Scan“ befragt die Gesellschaft für Konsumforschung regelmäßig rund 30.000 Haushalte zu ihrem Einkaufsverhalten.

Im Jahr 2014 empfanden 34 Prozent der Deutschen, die einen Haushalt führen, den Gang zum Supermarkt oder Discounter als lästig. Der Anteil ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2006 waren es nur 26 Prozent. Gleichzeitig ist die Anzahl der Einkäufe gesunken – von 267 Mal im Jahr 2006 auf 216 im Jahr 2014.

Samstag gewinnt an Bedeutung

Der Samstag hat als Einkaufstag an Bedeutung gewonnen, was vermutlich auch an speziellen Werbeaktionen der Discounter liegt. Der Umsatzanteil lag im Jahr 2014 bei 22 Prozent. Vor allem Menschen mittleren Alters (30 bis 59 Jahre) sind an diesem Tag unterwegs. Die Umsatzanteile der Einkäufe am Donnerstag (16 %) und Freitag (20 %) sind um je einen Prozentpunkt gesunken, während auf den Anfang der Woche nur 14 Prozent (Montag) beziehungsweise 13 Prozent (Dienstag) entfielen.

Deutsche lassen es sich am Wochenende gut gehen

Zum Wochenende kaufen die Verbraucher laut GfK gerne Frisches für ein selbstgekochtes Menü ein: Die Umsätze für Obst und Gemüse, Fleisch, Wurst und Geflügel steigen am Donnerstag an und erreichen am Samstag mit 24 Prozent einen Höchstwert. Auch der Einkauf von Süßigkeiten und alkoholischen Getränken nimmt im Wochenverlauf zu. Die Deutschen lassen es sich am Wochenende offenbar gut gehen und genießen zum Essen ein Glas Wein oder Bier. Bei Babynahrung sind die Einkäufe mehr oder weniger gleichmäßig auf die Wochentage verteilt. Vielleicht liegt es daran, dass viele junge Eltern nur in Teilzeit berufstätig sind und auf andere Tage ausweichen können.
Mit etwas Organisation lässt sich übrigens beim Lebensmitteleinkauf viel Zeit und Geld sparen. Dabei helfen ganz einfach ein Essensplan für eine Woche und der entsprechende Einkaufszettel. Der Grundpreis hilft im Geschäft zudem beim Preisvergleich.

Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de

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