Um dem hohen Qualitätsanspruch der Marke Kesseböhmer jederzeit gerecht zu werden, hält das Unternehmen alle „Kernkompetenzen“ konsequent im eigenen Haus. Dazu zählen der eigene Werkzeugbau, die Produktentwicklung und Konstruktion, Testlabore und Qualitätsprüfung – vor allem aber die Galvanik. Denn eine makellos galvanisierte Oberfläche ist ein wichtiges Qualitätskriterium aller Kesseböhmer-Produkte und ein entscheidendes Wettbewerbsmerkmal.
Das Unternehmen verfügt über zwei parallel operierende Galvanikanlagen. Die neuere der beiden Anlagen, die 2010 in Bad Essen in Betrieb genommen wurde, ist eine der modernsten der Welt; europaweit bietet Kesseböhmer das größte Produktionsvolumen in der dekorativen Oberflächenveredelung von Produkten aus Stahl mit einer Tageskapazität von ca. 60.000 Artikeln mit einer galvanisierten Oberfläche von rund 3.500 bis 4.000 Quadratmetern.
Höchster Umweltschutz auch für die Region
Optimaler Umweltschutz war und ist für das familiengeführte, in der Region verwurzelte Unternehmen ein entscheidender Aspekt. Die neue Galvanik beispielsweise ist von vorneherein so konzipiert, dass sie alle gesetzlichen Verordnungen weit übererfüllt und so auch zukünftigen Anforderungen gerecht wird. Durch den Einsatz einer Bodenschutz-Tasse aus wasserundurchlässigem, stark bewehrten und gefliesten Beton ist der Schutz des Erdreiches stets sichergestellt.
Die Abluft wird über mehrstufige Waschanlagen geführt und dann – absolut sauber und schallgedämpft – ausgelassen. Die Grenzwerte der TA-Luft werden damit um das 30-fache unterschritten. Eine Wärmerückgewinnung stellt 70% der Heizenergie bereit. Der Rest wird über zwei unabhängige Energiearten (Holz und Gas) gewonnen, die wahlweise zugeschaltet werden können. Für die Holzheizung kommen die Holzreststoffe aus der Produktion zum Einsatz.
Der Wasserbedarf für die galvanischen Prozesse wird zu 95 % aus dem Produktionskreislauf entnommen. Das heißt, es gibt nur sehr geringe Wasserentnahmen aus dem öffentlichen Leitungsnetz. Die bei der Wasseraufbereitung anfallenden Wertstoffe (Metalle) kommen bei der Herstellung von Edelstahl, Kupfer und Glas zum Einsatz. Damit reduzieren sich die Abfallmengen enorm: ca. 90 % werden einer Wiederverwertung zugeführt.